Liebhaberzucht KLEINER SILBERPFOTEN

Da ich zurzeit noch nicht in einem Verein mitmache ist es mir umso wichtiger, die Auflagen der Zuchtordnungen, für das Wohl der Tiere, zu erhalten. Oberste Priorität hat für mich die Reinrassigkeit der Zuchttiere. Stammbäume sind vorhanden, doch nicht eingetragen. Zugleich wichtigster Punkt ist der Blutgruppen-Abgleich der Elterntiere, so dass eine Risiko-Verpaarung der beiden Elterntiere und damit eine Blutgruppenunverträglichkeit bei den Kitten ausgeschlossen werden kann. Auch Untersuchungen auf genetische Erkrankungen (PKD/Herzerkrankungen, HCM/Nierenerkrankung, FIV/Katzenaids, FELV/Katzen-Leukose) sind bei den Elterntieren ein Muss. Ausserdem sind pro Katze im Maximum drei Würfe in zwei Jahren geplant, so dass diese ihre wichtigen gesundheitlichen Erholungszeiten haben darf. Natürlich wird auch der Inzucht-Faktor der zu verpaarenden Tiere in Betracht gezogen. 


Des Weiteren liegen mir die Aufzucht und die Abgabe meiner Kitten sehr am Herzen. Diese wachsen inmitten des täglichen Geschehens auf und stehen bis zu ihrem Abgabetermin völlig in meinem Mittelpunkt. Stundenlang gebe ich mich täglich mit ihnen ab und geniesse jede Minute ihres Daseins, damit eine bestmögliche Sozialisierung stattfinden kann. Die Abgabe wird daher auch nicht vor der 12.- 13. Lebenswoche erfolgen. Nach diesen Wochen der grossen Entwicklung, begleitet von ihrem super Katzenmami Luma und mir, dürfen dann die kleinen Bärchen ein erstes Mal geimpft (evtl. auch zwei Mal), mehrfach entwurmt und untersucht vom Tierarzt, in ihr neues Zuhause ziehen. Begleiten auf ihrem Weg wird sie ein kleines Abschieds - und Startpaket, welches ihnen den Schritt in ihre neue Welt etwas erleichtern soll.


Unsere Zuchtkatze

Luma

  • Geburtstag:
    10.02.2020

Bella

  • Geburtstag:
    13.06.2021

Rassenportrait DIE BRITISCH KURZHAAR

Mit ihren grossen Augen und ihrem Plüschfell erinnert sie ein wenig an ein Teddybärchen. Und das Äussere täuscht auch nicht. Suchen Sie nach einer kuschel-bedürftigen Katze, ist die British Kurzhaar definitiv die richtige Wahl. Die BKH ist verschmust, anhänglich und sanftmütig. 

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Britischen Kurzhaar in England in mehreren Farben gezüchtet. Durch die beiden Weltkriege litt auch die Katzenzucht sehr stark und so begann man erst wieder in den 50er Jahren mit einer gezielten Zucht dieser Kurzhaarkatzen. Leider war nicht mehr viel Zuchtpotenzial vorhanden, so dass man in Deutschland Perserkatzen in die BKH einzukreuzen begann. Mit diesen und anderen Kombinationen entstanden Katzen mit gutem Typ und hellem kurzen Fell. Die blaue Variante wurde mit der Zeit im deutschsprachigen Raum als „Kartäuser“ bekannt. Dennoch waren die Briten in Deutschland noch nicht einheitlich in ihrer Ausprägung. 

Heute erkennen sie eine echte British-Kurzhaar-Katze leicht an ihrem breiten, kräftigen Körper und dem runden Kopf.

Typisch sind ausserdem die kurze Nase, der kurze Hals, sowie der kräftige Nacken. Erwachsene Kater zeichnen sich durch eine ausgeprägte Falte oder Krause am Nacken aus. Das betont den breiten Kopf und die Wangen-Partie zusätzlich. 


Weitere äussere Erkennungszeichen sind:

  • kurze, kräftige Beine
  • runde Pfoten 
  • weit auseinander stehende, runde, grosse Augen
  • Augenfarben: Kupfer oder Dunkelorange, Grün, Blau, Blaugrün
  • extrem dichtes Fell mit guter Unterwolle: es gibt etliche Farbvarianten - Lila, Blau, Weiss, Schwarz, Caramel, Zimt usw. - besonders beliebt sind auch Farben in den Shaded-, Tabby- und Silbervarianten (Blue Point)
  • Körpergrösse: kräftige, mittelgrosse bis grosse Katze
  • Gewicht: Katzen 3.5 kg - 6.0 kg, Kater 5.5 kg - 8.0 kg
  • Charakter: ruhig, freundlich, anpassungsfähig, anhänglich, harmonisch, gutmütig, geduldig
  • Erziehung und Haltung: ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten, spielerisch fördern
  • Lebenserwartung: 12 - 16 Jahre


Kennzeichnende Charaktermerkmale sind:

Das Wesen dieser Katzenrasse ist gerade im Vergleich zu anderen, als sehr ruhig zu bezeichnen. Dies trifft vor allem auf die erwachsenen Tiere zu. Kitten und Jungkatzen sind dagegen etwas temperamentvoller und spielen, sowie toben gerne umher. Je älter sie werden desto deutlicher zeigt sich ihre sanfte Seite. Die British Kurzhaar zieht es dann vor, entspannt am Fenster zu sitzen und den Sonnenschein sowie die Aussicht zu geniessen. Ein Plätzchen in einem Korb oder auf einem bequemen Sofa ist ihr aber genauso recht, Hauptsache in der Nähe ihres geliebten Besitzers. Überhaupt ist ihr, ihr geliebter Mensch sehr wichtig - den ganzen Tag, oft auch die Nacht, will sie seinen Kontakt spüren und bittet auch meist lautstark um Streichel- und Kuschel-Einheiten. Alleine fühlt man sich mit einer BKH gewiss nicht mehr - man darf eine BKH aber auch nicht alleine lassen! Die sehr menschenbezogene Katze braucht viel Zuwendung und baut eine intensive Beziehung zu ihrem Halter auf. Wenn sie sich einen treuen Begleiter wünschen, entscheiden Sie sich mit dieser Rasse für die Richtige. Mit Sicherheit wird ihre Samtpfote Ihnen überall hin folgen, unter Umständen auch aufs WC und ins Bett. Wenn Sie dies nicht mögen, sollten Sie ihr zumindest ein Katzenbett im Schlafzimmer aufstellen. Das reicht oftmals schon aus, damit ihre Samtpfote zufrieden, ihre Nähe spürend, schlafen kann.

Der Charakter dieser speziellen Katze ist weiterhin als freundlich und ausgeglichen zu beschreiben. Sie ist umgänglich und anpassungsfähig, so dass sie sich auch in ungewohnter Umgebung schnell einleben kann. Die kalte Schulter zeigen diese Katzen oft Fremden, bevor die Neugier siegt und sie sich doch in deren Nähe wagen.


Soll ihre BKH ein Stubentiger sein, ist dies im Vergleich zu anderen Rassen einfach möglich. Sie hat in der Regel keinen grossen Wunsch nach draussen zu gehen. Dies ist besonders der Fall, wenn sie sich in ihrem Zuhause wohl fühlt. Dafür aber sollte sie nicht den ganzen Tag über allein sein! Sind sie berufstätig, ist eine zweite Katze dafür eine sinnvolle Lösung. Kaufen Sie eine British Kurzhaar beim Züchter, entscheiden Sie sich, wenn möglich für ein Geschwisterpaar! Es gibt viele Züchter, welche ihre Katzenbaby‘s aus diesem Grunde nur zu zweit abgeben oder zur Bedingung als Zweitkatze. Auch mir persönlich ist dieser Punkt sehr wichtig. Sehe ich doch aus eigener Erfahrung, wie ungern meine Luma allein ist, obwohl sie noch ein Freigänger sein darf. Sie bewegt sich stets in meiner Nähe, sei es im Haus oder im Garten, welchen sie überhaupt sehr selten verlässt. 

Generell sind Schlafplätze, bzw. Rückzugsorte für diese Rasse sehr wichtig. Experten empfehlen verschiedene Möglichkeiten zu bieten: z. B. Kratzbaum mit Kuschel-Höhle im Wohnzimmer und Katzenkorb im Schlafzimmer. Obwohl die Katzen sind eigenwillige Tiere und suchen sich ihre Plätze am liebsten selbst aus. Mein vor zwei Jahren neu gekauftes Körbchen für Luma, steht heute noch unbenutzt in einer Ecke.


Die BKH ist normalerweise auch sehr gut mit anderen Haustieren verträglich. Mit friedlichen Hunden sollte es somit keine Schwierigkeiten geben, vor allem wenn diese bestenfalls ebenso wie die BKH, verschmust und nur mässig aktiv sind. Obgleich sie gerne entspannt herumliegt, spielt sie auch sehr gerne. Sie gehört zu den intelligentesten Katzenrassen, weshalb Sie ihre Samtpfoten spielerisch fördern sollten. Dies können Sie zum Beispiel mit speziellem Katzenspielzeug sehr gut in ihrem Zuhause tun. Ein Akrobatiktalent hingegen ist sie aber allerdings nicht. Mitunter ist sie sogar recht ungeschickt und springt daneben oder fällt beim Herumturnen hinunter. Die Tollpatschigkeit macht sie aber nur um so liebenswerter.

Im Gegensatz zu anderen Rassen ist diese normalerweise nicht wasserscheu. Sie hat daher ein grosses Interesse an tropfenden Wasserhähnen, gefüllten Gläsern und weiteren Wasserquellen und -stellen. Allerdings gilt dies nicht, wenn sie die BKH baden möchten. Dazu können sie diese nur schwierig bewegen. Aber das ist ja auch nur dann notwendig, wenn das Fell stark verschmutzt sein sollte. Alternativ können sie den Dreck auch mit einem feuchten Tuch entfernen.


Richtige Ernährung:

Aufgrund ihrer gemütlichen Art neigen diese Samtpfoten eher zu Übergewicht. Daher sollten Sie auf eine gesunde ausgewogene Ernährung grossen Wert legen. Ist Ihre Katze ein Stubentiger, hat sie in der Regel wenig Bewegung und braucht somit weniger Energie als ein Freigänger. Ein hochwertiges Katzenfutter versorgt sie mit allen wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen. Achten Sie auf eine gute Qualität des Futters z.B. durch den Verzicht auf künstliche Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffe. Sie können ihrer BKH sowohl Nass- als auch Trockenfutter, oder Beides kombiniert, füttern.

Ich gebe Luma zum Beispiel ein getreidefreies Trockenfutter, da unsere Katzen von Natur aus Fleischfresser sind, Proteine sehr wichtig sind und sie mit Getreide eigentlich nichts am Hut haben (Farmina / N&D / Chicken and Pomegranate / ohne Weizen). Es gibt deshalb auch etliche Tiere, welche allergisch auf Getreide sind. Es ist also sicher lohnender sich Gedanken über die Zusammensetzung des Futters zu machen als über Trocken- oder Nassfutter zu studieren. Wichtig: Bei Trockenfutter muss unbedingt immer genügend Wasser bereitstehen! Immer darauf achten, dass das Futter nie Zucker enthält!


Notwendige Pflegemassnahmen:

Diese Rasse-Katzen haben ein dickes Plüschfell. Aus diesem Grund nennt man sie auch gerne Katzenbärchen. Damit es glänzend bleibt, sollte das Fell regelmässig gebürstet werden. Dies ist besonders während des Fellwechsels wichtig, um lose Haare zu entfernen. Es ist auch von grossem Vorteil das Katzenbaby schon sehr früh spielerisch an das Bürsten zu gewöhnen, so dass diese Tätigkeit zu den zukünftigen normalen Strukturen des Alltags gehören wird.

Beachten Sie bitte, Ihre Samtpfote nie gegen den Strich zu kämmen und zu bürsten!


  • Zum Krallen wetzen ist ein Kratzbaum, Kratzbrett oder ähnliches notwendig. Evtl. Krallen schneiden
  • Ein regelmässiger Blick in die Augen oder Ohren hilft Entzündungen oder Pilzinfektionen rechtzeitig zu erkennen und richtig zu reagieren
  • Entdecken Sie Entzündungen oder andere Auffälligkeiten, ist ein Besuch beim Tierarzt sinnvoll
  • Augenpflege: «Sandkörner» mit Feuchtigkeit entfernen
  • Zähne kontrollieren, achten auf Zahnstein
  • Sterilisation meiner Katze oder Kastration meines Katers mit ca. 6 Monaten - mit Tierarzt besprechen
  • Regelmässiges jährliches Impfen - Katzenseuche / Katzenschnupfen / Katzenleukämie / Tollwut, falls Auslandbesuche anstehen
  • Entwurmen alle drei Monate - Medikamente vom Tierarzt